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Roter Faden, roter Schal, roter Schafspulli – Charakteristika meines Packverhaltens.

erstellt am: 27.03.2013 | von: Martina | Kategorie(n): Travel

Wohnungssuche, Männersuche, über achtstündige Zugfahrten. Weil ich es verpennt habe, rechtzeitig einen günstigen Flug zu buchen. Manche Dinge ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Und rauben mir regelmäßig den Nerv. Doch da gibt es auch etwas höchst Angenehmes, das ebenfalls seit zwei Jahren zu meinem Alltag gehört. Das Packen. Mal ist es ein gesittetes Einsortieren, mal ein wildes Hineinstopfen. Das hängt von der jeweiligen Tagesform ab. Oder besser gesagt, Abendform. In der Regel beginne ich das Packprocedere nämlich am Vorabend der Abreise, gegen 22.00 Uhr. Da ich als überwiegend Europa-Kurzreisende nur zwei bis vier Tage unterwegs bin, reichen drei Unterhosen, meine Kosmetiktasche und ein Wechseloutfit. Letzteres hindert mich allerdings dran, dass mein Packvorgang unter fünf Minuten vonstatten geht. Klamotten und Schuhe wollen gut überlegt sein. Öhm, ja … Egal ob nun Sommerrock oder Zopfpulli – ausnahmslos immer dabei sind drei Gegenstände, die ich euch heute mal vorstellen möchte.

Ich habe schon in vielen Hotels übernachtet. In wunderschönen, gemütlichen, stylischen, in hellhörigen, abgelegenen und abgewrackten. Letztere stellen eine Herausforderung für mich dar. Wenn mich schon die Berührung des Türknopfs ekelt, habe ich erst recht ein Problem, mich auf die Toilette zu setzen. Oder meinen Köpfchen aufs Kissen zu betten. Manchmal riecht das auch noch so seltsam. Deshalb sorge ich vor. In jedem Reisegepäck befindet sich ein Baumwollschal, den ich mir übers Kopfkissen lege. Das hat zur angenehmen Folge, dass es mich nicht graust. Und genauso beschert mir der Geruch ein wohliges Heimatgefühl.

Auf 80 Prozent meiner Reisen bin ich alleine unterwegs (ein Grund: siehe erster Satz, zweites Wort). Einsam fühle ich mich dennoch selten. Und gut, so ganz ohne Begleitung bin ich ja doch wieder nicht. Denn ich habe ja Emil. Emil ist klein, leicht und passt in jeden noch so winzigen Rucksack oder vollen Koffer. Emil widerspricht nicht. Emil mosert auch nicht, wenn ich zehn Stunden durch eine Stadt renne und alle zwei Meter zum Fotografieren stehen bleibe. Leider besitzt Emil nicht das gleiche Talent wie Luis, dem zweiten Kolumnisten von Meerblog. An Arbeitsteilung ist also nicht zu denken. Aber ich habe ihn trotzdem sehr lieb. Außerdem ist er ein echter Hamburger Jung. Und stellt mir vielleicht mal einen netten Kollegen vor!?

Diese von mir so geliebte Mini-Kulturtasche enthält zwei wichtige Dinge. Zum einen meinen Fundus an Kosmetika, der  – wie die Beulen verraten – nicht bloß das Nötigste umfasst. Dabei bemühe ich mich. Immer. Ich stehe mindestens zweimal im Moment im Drogeriemarkt, vor dem Regel mit den Probiergrößen. Und versuche mein Sortiment mit einem kleineren Shampoo, Haarspray oder Deo zu optimieren. Klappt bedingt. Schon oft musste ich mich am Flughafen eines Utensils entledigen. Mein neuster Verlust übrigens: eine Nagelschere. Ohne Witz, am Flughafen in Nizza kommt keine Schere durch den Sicherheitscheck. Egal wie klein jene ist. „Das ist auch nur bei uns so“, verriet mir der mäßig freundliche Security-Mitarbeiter. Dies aber nur am Rande bemerkt. Zurück zu meiner Kosmetiktasche, in der sich ja noch etwas Wichtiges befindet. Besser gesagt: auf. Und das wäre die Botschaft I love not camping. Ich habe den Spruch zwar nicht selbst aufgedruckt, treffender ließe sich mein Reise- bzw. Übernachtungsverhalten jedoch nicht definieren. Klingt tussimäßig? Och nö, bin ich echt nicht. Halt ein bisschen mädchenhaft, und das wird auch immer so bleiben. Ein weiterer roter Faden.

Warum ich euch das alles erzähle? Aus Spaß an der Freud! Und weil ich bei der Blogstöckchen-Aktion mitmache, eine Art Kettenbrief. An dieser Stelle danke an Elke von Meerblog, die mir das Blogstöckchen zugeworfen hat. Meines geht an, tataaa, Nicole von Freibeuter-Reisen, die in der Nähe von Barcelona wohnt und mich mit tollen Geschichten aus der ganzen Welt begeistert. Und an Nicole von Unterwegs & Daheim, die rund um Frankfurt berichtet, ihre Wahlheimat, und genauso über grandiose Reisen bloggt. Der Dritte im Bunde: Thomas von Reisen und Essen. Ich darf von ihm gerade einen wunderschönen, dreiteiligen Gastbeitrag über China vorstellen – und bin gespannt, was er immer in den Rucksack packt.





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8 Kommentare

  1. schrieb am 27. März 2013 um 13:07

    Jetzt habe ich erst einmal deinen Bericht gelesen und kann mir überlegen was ich dazu schreibe … da hast du mir jetzt eine richtige Herausforderung gestellt. Dann kann ich auf jeden Fall nach dem Umzug meines bisherigen Blogs auf eine eigene Domäne (mit bischen Namensänderung) gleich mal antest, ob alles funktioniert (bin schon noch etwas am kämpfen)
    Lg
    Thomas

    • schrieb am 27. März 2013 um 13:12

      Super, Thomas, bin schon ganz neugierig 🙂 und jaaa genau, du bist ja umgezogen, ich habe die Verlinkung gleich mal auf die neue .de-Domain geändert. Toi toi toi, dass alles funktioniert, das ist bestimmt eine Fiese(l)arbeit. LG Martina

  2. schrieb am 27. März 2013 um 14:26

    Ich kann dich ja so verstehen, liebe Martina! Dieses teilweise chaotische Packen, bei mir findet das oft kurz vor Abreise statt. 😉 Luis findet den Emil übrigens sehr sympathisch! (Hat er Schokolade gefressen?) Er schlägt ein Treffen in Potsdam vor, da er noch nicht weiß, ob er in Hamburg auch dabei sein wird… LG, Elke

    • schrieb am 27. März 2013 um 15:11

      Oh cool, da freut sich der Emil sehr. Dann hat er in Potsdam auch eine sinnvolle Beschäftigung. Sonst kommt er bloß auf dumme Gedanken – das mit Schokolade futtern könnte nämlich stimmen. Ich befürchte, er hat irgendwo ein bereits verstecktes Osternest angefressen. LG Martina

  3. schrieb am 27. März 2013 um 16:20

    Ich habe meinen Beitrag schon gleich erstellt und auch das Blogstöckchen wieder in die Luft „geschmissen“ …

    • schrieb am 27. März 2013 um 16:25

      Klasse, Thomas, das ging super schnell. Hab’s natürlich gleich gelesen – very well done 🙂 LG Martina

  4. schrieb am 28. März 2013 um 17:40

    Oh ein Blockstöckchen! 🙂 Da muss ich mich wohl hinsetzen und Hausaufgaben machen! Danke für’s Zuwerfen!!!

    • schrieb am 28. März 2013 um 19:13

      Sehr sehr gerne, liebe Nicole! Bin ja schon super neugierig, was bei dir immer mit muss 🙂 LG Martina

3 Trackbacks

  1. By Drei Dinge braucht der Mann… | Reise-Wahnsinn on 16. Dezember 2013 at 14:38

    […] es einzupacken. Netter Nebeneffekt eines eigenen Kissens: Anders als Martina brauche ich keinen Schal um ein fremdes Kissen “beschlafbar” zu […]

  2. By Drei Dinge braucht der Mann… (Reise-Wahnsinn) on 22. Dezember 2013 at 16:10

    […] es einzupacken. Netter Nebeneffekt eines eigenen Kissens: Anders als Martina brauche ich keinen Schal um ein fremdes Kissen “beschlafbar” zu […]

  3. […] Martina von Talk around the world: Roter Faden, roter Schal, roter Schafspulli – Charakteristika meines Packverhaltens […]

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