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Zwischen Superlativen, Schriftzeichen und Beijing Kaoya – Faszination China Teil 1

erstellt am: 13.03.2013 | von: Martina | Kategorie(n): China, Peking, Travel

Groß und breit posaune ich immer in die Welt hinaus, dass ich in erster Linie Europa-Kurz-Reisende bin. Stimmt auch. Doch eben nicht nur. Mich juckt es  – nicht zuletzt wegen diversen Inspirationen auf der ITB –  tierisch in den Fingern. Selbige wollen nämlich unbedingt den Buchungsbutton für den Flug in einen anderen Kontinent drücken. Und ich habe versprochen, dass sie demnächst ran dürfen. Bis es soweit ist, schwelge ich in Berichten meiner Gastautoren. Letzte Woche hat mir Jörg Australien schmackhaft gemacht, heute begeistert mich Thomas von Reisen und Essen mit China. Kommt doch mal mit nach Fernost! Das ist übrigens der erste von drei Teilen.

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Das Abenteuer China kann beginnen – hier die Abfahrtsanzeige der Züge in Beijing

„Es gibt viel zu entdecken und viel Neues, was man aus anderen Ländern nicht kennt. Ich schreibe das, weil ich bereits 12 Mal nach China gereist bin und es immer noch Neues zu erkunden gibt“.

Wieso nach China reisen?
Es gibt einige Argumente für Außenstehende nicht nach China zu reisen wie Kommunismus, Bedrohung für die westliche Welt, fremde Sprache, die Umweltprobleme, viel Unbekanntes, und noch so einiges mehr.
Was spricht also dafür: Es gibt so viel in China zu entdecken. Das Land hat so viel zu bieten. Allein wenn man auf die Liste der UNESCO Weltkulturerbe schaut, sieht man wie oft China vertreten ist. Und noch zum Politischen: Wenn man im Land ist, wird man merken, dass die Überschrift Kommunismus ist, aber der Inhalt sehr marktwirtschaftlich (man merkt das schon an der unkomplizierten Einreiseprozedur am Flughafen in Beijing).
Die Menschen sind aufgeschlossen und neugierig (auf Langnasen, Chin. Laowai). Es wird automatisch Kontakt geben und Gespräche werden folgen.

Reisevorbereitung
Ein paar Informationen für die Planung der Reise.

Flug
Es gibt viele Fluggesellschaften, die nach China fliegen. Aus meiner Erfahrung sind die Flugzeuge auch immer recht gut ausgelastet. Ich bin bisher mit Air China, Lufthansa, Austrian, SAS und Emirates geflogen. Mein Flugziel war dabei immer Beijing (Peking). Es gibt immer wieder günstige Tarife (Newsletter der Lufthansa zum Beispiel abonnieren). Die ersten genannten Fluggesellschaften haben den Vorteil, dass man relativ schnell nach China fliegt. Bei Emirates und Co. dauert der Flug wegen dem Umsteigen etwas länger, aber ich habe dabei auch schon einen Stopover in Dubai eingeplant.

Abflug in Frankurt

Landeanflug in Beijing

Das Abenteuer China beginnt

In Beijing

Visum
Für China benötigt man ein Visum. Zwei Varianten: Entweder man beauftragt einen der vielen Visadienste oder man erledigt es persönlich. Vorher aber erkundigen, welche Unterlagen benötigt werden, da sich das immer wieder ändert. Ich bin bis auf eine Ausnahme immer persönlich zum Konsulat gegangen. Visa-Antrag vorher ausfüllen (mit Passbildern), Unterlagen mitnehmen (Flug und evtl. Hotelbuchung) und dann dort anstellen. Antrag wird am Schalter geprüft, man bekommt einen Abholschein und nach 4 Tagen kann man den Reisepass mit Visa abholen (beim Abholen wird bezahlt). Wer es eilig hat kann gegen Aufpreis auch am selben Tag abholen. Ich habe jetzt ganz neu gelesen, dass die Visavergabe an einen Dienstleister outgesourct wurde, aber der Vorgang identisch läuft.

Reisezeit
Als Erstes wann es eher schlecht ist, in China unterwegs zu sein: Rund um das Frühlingsfest (Chinese New Year) und den 1. Oktober (Gründungstag der VR China). An beiden Zeitpunkten haben Chinesen eine Woche Urlaub. Beim Frühlingsfest sind z.B. täglich ca. 80 Mio. Menschen unterwegs. Wer Menschenmassen liebt, kann das dann genießen. Züge und Flüge sind zum Großteil ausgebucht.

Die Jahreszeiten der Reihe nach: Der Winter kann sehr reizvoll sein. Ich war selbst schon öfters im Winter unterwegs. Die Touristenattraktionen in Beijing als Beispiel kann man dann in Ruhe besichtigen und Bilder machen. Die Winter sind kalt und trocken. Warm anziehen also. Es gibt die „Heizungsgrenze“, die der Yangtze bildet. Nördlich vom Yangtze gibt es Heizungen in den Gebäuden; südlich davon nicht. Es kann schon sehr ungemütlich werden (auch in Gebäuden mit Heizung).

Das Frühjahr ist eine sehr schöne Reisezeit für China. Weder kalt noch zu heiß. Im Süden gibt es dann auch noch nicht die vielen und heftigen Niederschläge und an der Südküste noch keine Taifune.

Im Sommer kann es ja nachdem wo man unterwegs ist, sehr heiß werden. In den Städten ist es dann manchmal unerträglich, wenn der Smog dazukommt. Im August sind Schulferien und dann oft die Großeltern mit den Enkeln unterwegs (selbst erlebt, dass dann manche Züge schwerer zu bekommen sind).

Der Herbst ist dann wieder ähnlich wie das Frühjahr, aber die Periode um den 1. Oktober beachten. Die Temperaturen sind wieder angenehm für das Reisen im Land.

Generell vorher informieren wie das Klima in den einzelnen Provinzen zu den Jahreszeiten ist, die man besuchen möchte, da es in dem großen Land sehr unterschiedlich sein kann.

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In Beijing – in der Verbotenen Stadt

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Der Himmelstempel in Beijing

Die Altstadt von Yangshou - mittlerweile ein Zentrum für Traveller. Mehr dazu im nächsten China-Artikel.

Die Altstadt von Yangshou – mittlerweile ein Zentrum für Traveller. Mehr dazu im nächsten China-Artikel.

Sprache
In den ersten Jahren gab es so gut wie niemanden mit Englisch-Kenntnissen. Da schon seit einiger Zeit in den Schulen Englisch gelehrt wird, hat sich das deutlich verbessert. In den Großstädten ist auch vieles in Englisch beschriftet, aber in den Provinzen sieht das anders aus.
Als Vorbereitung Kärtchen machen (oder kaufen), mit Reisezielen, Städten, Speisen auf denen das dann in chinesischen Schriftzeichen ist. Das kann sehr gut helfen. Oder sich unterwegs das Ziel vorher von jemanden in den Schriftzeichen aufschreiben lassen.

Essen
Ein ganz wichtiges Thema in China und auch für mich. Ich mag das Essen in China sehr. Es ist nicht zu vergleichen mit dem Essen, das es in China-Restaurants hier gibt. Ich habe bei meinen Reisen in China nie das Verlangen gehabt, was Europäisches oder Amerikanisches zu essen.

Ich würde euch raten, wirklich in Restaurants zu gehen und nicht wegen der Fremde zu McDonalds, KFC etc. weil es einfacher ist. Wer nicht chinesisches Essen probiert, der verpasst wirklich was. Je nachdem wo ihr unterwegs seid, gibt es Karten, die auch englisch sind (eher die Ausnahme) oder Karten mit Bildern von den Speisen. Das sind schon fast Bildbände und ihr könnt euch das Essen anhand der Bilder auswählen. Im Worst-Case gibt es nur eine Karte mit chinesischen Schriftzeichen. In diesem Fall umschauen was an den Nebentischen gegessen wird und beim Bestellen hindeuten was man essen möchte. Von einem Traveller habe ich gelesen, dass er einfach auf der Karte mit den Schriftzeichen was Beliebiges ausgewählt hat und dann hat er Bilder gemacht (no comment 🙂 ).

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Auslage von Meeresfrüchten vor einem Restaurant in Guangzhou

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Peking Ente

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Dumplings

Was gibt es Gutes zum Essen?
Ich weiß gar nicht wo ich anfangen und aufhören soll. Als Erstes einmal die Pekingente (Beijing Kaoya) und dann mag ich eingelegtes sauer-scharfes Gemüse sehr (am liebsten noch ein Bier (pijiu) dazu). Und natürlich viele verschiedene Variationen von Fisch. Alles Mögliche mit Nudeln (oft werden die Nudeln ganz frisch zubereitet). Ich kann die verschiedenen Nudelsuppen sehr empfehlen. Des Weiteren die verschiedenen Teigtaschen wie Hun-Dun, Dim Sum oder Jiaozi, die es alle mit verschiedenen Füllungen gibt. Die größere Variante von Jioazi sind Baozi. Es gibt viel unterschiedliches Gemüse und Salate (ich mag den Kresse-Salat mit Walnuss sehr). Wer es mag, kann auch „exotischere“ Sachen probieren. Ich habe dort ebenfalls einiges Neues probiert.

Generell kann man sagen, dass man im Norden nicht exotisch isst, im Gegensatz zum Süden, und ganz speziell in der Gegend um Guangzhou. Dort passt der Spruch: Die Chinesen essen alles was vier Beine hat außer Tische, alles was fliegt außer Flugzeuge und alles was schwimmt außer U-Boote. Vor den Restaurants sieht es oft aus wie bei einer Zoohandlung, da Chinesen alles „frisch“ wollen. In den südlicheren Regionen wird zudem recht scharf gegessen (Stichwort: Sichuan).
Achso, nicht vergessen: Es wird natürlich mit Stäbchen gegessen. Viel Spaß beim Üben.

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Dim Sun; Dumplings

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Salat, Kresse

© Text und Bild: Thomas von Reisen und Essen

Wie es so ist, in China unterwegs zu sein, und welche persönlichen „Top-Ziele“ Thomas hat, erfahrt in Kürze, in Teil zwei und drei.





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4 Trackbacks

  1. By Faszination China–Teil 1 | Reisen und Essen on 18. März 2013 at 18:46
  2. […] ihr ins Wochenende startet, könnt ihr heute wieder einen Abstecher nach China machen. Im zweiten Teil des Gastbeitrags stellt Thomas von Reisen und Essen seine Topziele vor, die […]

  3. By Faszination China Teil 1 | Reisen und Essen on 4. April 2013 at 15:43
  4. […] Teil 1: Reisevorbereitungen, Klima und Essen […]

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