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Zwischen Superlativen, Schriftzeichen und Beijing Kaoya – Faszination China Teil 2

erstellt am: 22.03.2013 | von: Martina | Kategorie(n): China, Travel

Bevor ihr ins Wochenende startet, könnt ihr heute wieder einen Abstecher nach China machen. Im zweiten Teil des Gastbeitrags stellt Thomas von Reisen und Essen seine Topziele vor, die er zusammen mit seiner Frau besucht hat. Viel Spaß beim Lesen und Inspirieren lassen!

Lamatempel

Lamatempel

So vielfältig wie das Essen sind auch die Reiseziele. Ich nenne einfach mal meine Topziele, die ich bereits selbst besucht habe und damit auch beurteilen kann. Ich habe aber selbst nach den vielen China-Reisen weitere Ziele, die ich dort besuchen möchte.

Beijing (Peking)
Meine Lieblingsstadt in China. Es gibt hier einfach sehr viel zu besichtigen und ebenso zahlreiche Essensmöglichkeiten. Hier fand vor zig Jahren mein erster Kontakt mit China statt. Unbedingtes Muss ist eine Besichtigung der Verbotenen Stadt. Ich habe dort zum Fotografieren gute vier Stunden verbracht. Das geht sicher auch kürzer – oder länger. Den Eingang hierzu erreicht man durch das Tian’men Tor, das am Tian’men Platz liegt, dem Platz des himmlischen Friedens, der leider vielen durch ein weniger gutes Ereignis bekannt ist. Hier ist aus meiner Sicht der einzige Ort, bei dem die Polizeipräsenz richtig sichtbar wird (einige Provinzen ausgenommen). Es herrscht an dem Platz immer noch große Angst, dass es Demonstrationen geben könnte. Das Mao-Mausoleum habe ich wiederum noch nie besichtigt, da es mich nicht reizt und zudem Mao in einer Biografie als einer der größten Massenmörder genannt wird.
Am südlichen Ende des Platzes steht dann noch der Clock Tower.

Beijing: verbotene Stadt

Beijing – verbotene Stadt

Beijing - verbotene Stadt

Beijing – verbotene Stadt

Tian’men Tor mit Bild Mao

Tian’men Tor mit Bild Mao

Clock Tower

Clock Tower

Neben der Verbotenen Stadt ist der Sommerpalast als weiteres größeres Areal zu nennen. Schön gelegen an einem See, hier kann man auch einen halben Tag verbringen. Des Weiteren steht südlich der Himmelstempel, der zu den Highlights zählt, und etwas abseits Richtung Nordosten der Lamatempel (Yongehong). Hinsichtlich moderner Architektur findet man das Nationaltheater, den CCTV-Tower und das Vogelnest auf dem Olympiagelände.

Nationaltheater

Nationaltheater

Vogelnest

Vogelnest

CCTV Tower

CCTV Tower

Himmelstempel

Himmelstempel

Lamatempel

Lamatempel

Beliebt am späteren Nachmittag und Abend ist das Gebiet um den Hintersee (Qianhai). Dort sind viele Chinesen und Touristen. Man kann in verschiedenen Bars rund um den See sitzen.

In dem Artikel Unterwegs in Beijing mit dem öffentlichen Verkehr habe ich übrigens beschrieben, wie man die meisten Sehenswürdigkeiten mit der U-Bahn erreichen kann.
Außerhalb von Beijing gibt es natürlich noch die Große Mauer und die Ming Gräber.

Hintersee

Hintersee

Hintersee

Hintersee

Xi‘an
Der Name Terrakotta Armee sagt alles und dazu brauche ich nichts Weiteres zu schreiben. Es liegt etwas außerhalb, man gelangt mit dem Bus dorthin. Am Bahnhof gibt es auch viele Schlepper für Touren.
In Xi’an selbst begeistern noch die berühmte Stadtmauer, auf der man sogar mit dem Fahrrad herumradeln kann, zudem der Glockenturm sowie Trommelturm. Tipp: Nach Xi’an am besten über Nacht mit dem Zug reisen.

Heilige Berge
Es gibt in China fünf heilige Berge des Daoismus und vier des Buddhismus. Der bekannteste ist Huang Shan (Shan = Berg). Der Berg ist berühmt aus vielen Kalligrafien. Ein Sprichwort sagt: Wer Huang Shan gesehen hat, möchte keine anderen Berge mehr sehen. Es ist ein Gebiet von über 70 Berggipfeln, teils schroff abfallend mit kleinen, bizarr wachsenden Kiefern, dazu der Nebel. Das Gebiet soll auch als Vorlage für Avatar gedient haben (wobei da noch ein anderes Gebiet in China existiert, das auch als Vorlage gedient haben soll). Es sind gute Wanderwege vorhanden, und besonders interessant ist es, die Lastenträger zu beobachten. Der Huang Shan liegt in der Provinz Anhui, welche eine 20-stündige Zugfahrt entfernt ist. Unsere Reise kann man hier lesen.

Huangshan

Huangshan

Huangshan

Huangshan

Huangshan

Huangshan

Ein weiterer Berg ist der Tai Shan. Er liegt bei der Stadt Tai’an, es besteht eine Zugverbindung. Der Tai Shan ist der berühmteste von den fünf Bergen des Daoismus. Man kann ihn über sehr viele Stufen, über 6.200, erklimmen. Oder man nimmt, so wie ich, die Seilbahn. Ich habe auf dem Berg übernachtet – es war saukalt – und morgens auf den Sonnenaufgang gewartet. Doch leider war es dunstig und die rote Kugel nicht ganz zu sehen. Den Abstieg habe ich dann zu Fuß gemacht. Hier bewunderte ich wieder die Lastenträger, die an Bambusstangen alles Mögliche den Berg hinauftransportierten. Etwa sah ich einen mit einem Kühlschrank. Oben werden sie dann nach Gewicht bezahlt.

Ich war noch bei einem dritten heiligen Berg bzw. ist es eigentlich ein ganzes Gebiet: Wutai Shan. Er gehört zu den buddhistischen heiligen Bergen. Das Gebiet ist sehr schwer zu erreichen, mit dem Bus von Tayuan aus. Ich habe es im Winter bei Schnee besichtigt. Auf den anderen heiligen Bergen war ich bisher noch nicht.

Guilin
Guilin ist bekannt durch den Li-Fluss und die Karstlandschaft. Ähnliche Landschaften sind die Halong-Bucht in Vietnam oder die Phang Nga Bucht in Thailand. Man kann von Gulin aus mit dem Schiff nach Yangshou fahren. Eine bei Touristen sehr beliebte Strecke und damit auch stark frequentiert. Es gibt Schiffe für Chinesen (etwas billiger, aber auch mehr Personen) oder Touristen (etwas teurer und weniger Personen). Wir haben uns damals für die Touristenvariante entschieden. Die Schiffe schippern dann mehr oder weniger wie eine Armada den Fluss entlang, durch diese bizarre Landschaft. Trotz des Tourismuscharakters hat es mir gefallen, auch wenn es an dem Tag geregnet hat und neblig war.

Yangshou; Ylong-Fluss

Yangshou; Ylong-Fluss

Yangshou, Kulisse von Oper auf Fluss

Yangshou, Kulisse von der Oper auf dem Fluss

Yangshou; Flossfahrt

Yangshou; Flossfahrt

Yangshou; Altstadt

Yangshou; Altstadt

Li-Fluss

Li-Fluss

Yangshou ist ein Zentrum für Traveller geworden. Es geht ein bisschen zu wie auf der Khaosan Road in Bangkok. Was ich absolut empfehlen kann, ist trotzdem in Yangshou zu übernachten und mit dem Fahrrad durch die Landschaft zu fahren. Am Ylong entlang. Und wenn man keine Lust mehr hat, kann man die Fahrräder auf Bambusflosse verladen und so ganz entspannt die Landschaft genießen. Unbedingt machen: Karten kaufen für eine Oper auf dem Fluss, bei der die Landschaft als Hintergrund dient. In Gulin selbst gibt es den Elefantenberg und etwas außerhalb die Tropfsteinhöhlen. Im Rahmen einer Tagestour lassen sich in Ping’an wunderbare Reisterrassen an den Berghängen besichtigen. Hier leben auch die Zhuang Minoritäten.

Ping’an Reisterrassen

Ping’an Reisterrassen

Ping’an Reisterrassen

Ping’an Reisterrassen

Guilin, Tropsteinhöhle

Guilin, Tropsteinhöhle

Unsere Reise damals kann man hier nachlesen. Und mehr über das Unterwegssein in China, Shanghai oder die Provinz Yunnanan folgt in Kürze, im dritten und letzten Teil.





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2 Kommentare

  1. schrieb am 22. März 2013 um 14:01

    Hola,
    vielen Dank für den sehr informativen Artikel mit den wirklich phantastischen Bildern. Super!
    Hat mich gefreut den Artikel zu lesen.
    Viele Grüße aus Spanien.

    Sinceramente suyo
    Friederike

    • schrieb am 22. März 2013 um 14:05

      Hola Friederike, muchas gracias, das freut mich sehr – und den Autor bestimmt ebenfalls 🙂 liebe Grüße aus dem kalten Deutschland, Martina

2 Trackbacks

  1. By Faszination China Teil 2 | Reisen und Essen on 27. März 2013 at 12:15
  2. […] Teil 2: Beijing und lohnenswerte Ziele in China […]

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