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London by the Sea: Spaß, Spiel und SHOPPING in Brighton

erstellt am: 03.02.2017 | von: Martina | Kategorie(n): Brighton, Großbritannien, Travel

Ich bin beim Shoppen ja sehr taff: Volle Fußgängerzonen, stickige Boutiquen und Schlangen vor den Umkleidekabinen stressen mich nicht. Null. Nada. Selbst eine männliche Begleitung, die mit Leidensmiene auf dem Hocker vor der Umkleidekabine nörgelt, würde meine Nerven nicht strapazieren. In Brighton allerdings, war ich schon nach den ersten Minuten meines Einkaufsbummels überfordert.

Wer das jetzt negativ interpretiert, der irrt. Und wie! Denn es war diese Art von Überforderung, bei der man gar nicht weiß, wo man zuerst hingucken oder hinrennen soll – weil alles so toll, so bunt, so verrückt, so anders ist.

Welcome to Brighton! Hier ist alles ein wenig anders...

Welcome to Brighton! Hier ist alles ein wenig anders…

Brighton – ich hatte kurz vor meinem Abflug nach London recherchiert: Es ist das größte und bekannteste Seebad in England, sagt Wikipedia. Das klingt erst mal so spannend wie Laubsaugen. Aber ich freue mich trotzdem. Nach zwei Tagen in Englands Hauptstadt sitze ich also neugierig im Zug gen Seebad, rund eineinhalb Stunden dauert die Fahrt.

Als mich das Taxi zum Fab Guest (Charlotte St, Brighton, East Sussex BN2 1AG) kutschiert, ein kleines, gemütliches Gästehaus in unmittelbarer Küstennähe, bekomme ich einen ersten Eindruck von der Stadt mit ihren rund 155.000 Einwohnern. Viele Brightoner arbeiten in London, pendeln jeden Tag hin und her.

Brighton ist rund 80 Kilometer von London entfernt – der Flughafen Gatewick nur knapp 40.

Brighton ist rund 80 Kilometer von London entfernt – zum Flughafen Gatewick sind es nur knapp 40 Kilometer.

Die Atmosphäre hat etwas Entspanntes, Ruhiges, kein Vergleich zu der aufregenden Mega-Metropole London. Zwar finde ich nicht, dass die britische Hauptstadt anstrengend ist, viel Trubel herrscht trotzdem. Nicht so in Brighton. Kurz hatte ich den Verdacht, in ein verschlafenes Nest gereist zu sein. Aber nein, ganz und gar nicht…

Verschlafenes Nest? Mitnichten!

Verschlafenes Nest? Mitnichten!

Brighton ist bunt...

Brighton ist bunt…

...schrill...

…schrill…

...quirlig!

…quirlig!

Auf dem Weg von meiner Bleibe in Richtung Innenstadt komme ich alle zwei Meter in Versuchung, stehen zu bleiben. Unzählige kleine Geschäfte mit Klamotten, Schuhen, Accessoires und Co. können nicht ignoriert werden. Als ich mich dann im Zentrum befinde, geht der Rausch erst richtig los.

Auf den „Lanes“, den verschachtelten, herzallerliebsten Gassen, reiht sich ein Store an den nächsten – es scheint, als würden sich die Händler auf der Bond oder Gardener Street mit verrückter Ware überbieten wollen. Der eine Laden bietet das Tüllkleid im Biene-Maja-Style, der andere den Pilz als Handtasche.

Neben den schrillen Klamotten und Accessoires ersteht man Second-Hand- und Lederware oder allerlei Kunsthandwerk. Ich entscheide mich für einen Pullover mit Tigerkopf. Für Brighton normal bis langweilig – ich finde mich trotzdem ein bisschen cool.

Ob ich es gekauft habe?

Ob ich es hätte kaufen sollen?

Diese ganzen Geschäfte, amazing!

Diese ganzen Geschäfte, amazing!

:-)

🙂

Hier gibt es... ALLES!

In Brighton gibt es… ALLES!

Kaffeekränzchen mitten auf der Straße

Kaffeekränzchen mitten auf der Straße

Ich könnte hier mein Geld wirklich im Minutentakt raushauen. Auf der Western Road sammeln sich die „normalen“ Geschäfte, etwa Ketten wie H&M oder mein englisches Lieblings-Ramsch-Label Primark. Es fällt mir schwer, doch ich reiße mich am Riemen. Dass mein Koffer, wie immer, übervoll ist, schont mein Portemonnaie.

Zum Beispiel verliebe ich mich in blaue Pumps, die ich mir bestimmt gegönnt hätte. Aber in meinen roten Trolley passen sie nicht mehr, und Schuhe übereinander anzuziehen funktioniert nun mal nicht. Anmerkung: Seitdem renne ich durch alle möglichen Schuhgeschäfte, um genau diese Farbe zu finden…

Brighton

Brighton – für ein Wochenendtrip echt perfekt!

Wir sagen dazu "Kunstleder-Schuhe", oder? :-)

Wir sagen dazu „Kunstleder-Schuhe“ oder so 🙂

Mittags speise ich in Bill‘s Restaurant and Cafe (The Depot, 100 N Rd, Brighton, East Sussex BN1 1YE). Und ja, ich gestehe, einen Salat. Wer hingegen typische englische Kost liebt, wird in Brighton auf jeden Fall fündig. Fish, Chips und Konsorten stehen wohl auf allen Speisekarten der vielen kleinen Restaurants. Ich schlemme lieber die mediterrane Küche – und dazu gehören natürlich zwei Kugeln Eis als Nachtisch, etwa bei Gelato Gusto (2 Gardner St, Brighton BN1 1UP).

In Bill's Restaurant und Cafe

In Bill’s Restaurant und Cafe

Und ein leckeres Eis, ein Muss!

Und ein leckeres Eis, ein Muss!

Brighton heißt im Zweitnamen „London by the Sea“. Erst einmal würde ich sagen, die beiden Städte haben so ziemlich gar nichts gemeinsam. Doch nach meiner 28-stündigen Anwesenheit revidiere ich diese Meinung. London versprüht für mich trotz Großstadtdschungel eine Gelassenheit und Selbstverständlichkeit. Alle zwei Minuten ertönt das Martinshorn, am Wochenende schieben sich Menschenmassen über die Oxfordstreet, am Trafalgar Square-Brunnen hocken die Touris wie die Ölsardinen – doch das ist eben so.

Diese Lässigkeit, wenn auch anders und ausgeprägter, spüre ich in Brighton. Da wären diese Stammtisch-Atmosphäre in den Lokalen, die kunterbunt gestalteten Schaufenster oder der Verkäufer eines Geschäfts, der mich gleich in ein Gespräch verwickelt. Und sagt, dass seine Ware eigentlich viel zu teuer sei. Außerdem ist Brighton für seine Toleranz und Offenheit gegenüber Homosexuellen bekannt und wohl eine Hotspot der Gay-Szene.

Night-Life in Brighton – hier habe ich mein erstes Rum-getränktes Gummibärchen gegessen.

Night-Life in Brighton / Und: ich habe mein erstes Rum-getränktes Gummibärchen gegessen.

Entspannt in Brighton

Entspannt in Brighton

Brighton

Brighton at it’s best 🙂

Wie schwer zu überlesen ist, zählt Shopping zu meiner großen Leidenschaft – und Brighton ist dazu noch ein Einkaufs-Paradies vom Feinsten. Trotzdem hätte ich noch ein bisschen Zeit abzwacken sollen, beispielsweise für das Sea Life Center oder den Royal Pavilion. Der königliche Palast ist bereits von außen ein absoluter Blickfang, die Optik erinnert ein bisschen an Taj Mahal, im Inneren fasziniert das chinesische, exotische Design – was mir ja leider verborgen blieb. König Georg IV ließ den Pavilion zwischen 1815 und 1822 als Sommerresidenz errichten.

Beim nächsten Mal besichtige ich den Royal Pavilion...

Beim nächsten Mal besichtige ich den Royal Pavilion…

... und es gibt ein nächstes Mal ganz bestimmt!

… und es gibt ganz bestimmt ein nächstes Mal!

Was ich nicht ausließ – nein, davon kann mich kein Geschäft der Welt abhalten – sind ein ausgiebiger Morning-Run sowie Strandbummel. Und in Brighton gibt es nicht bloß Wasser und Sand beziehungsweise Kieselsteine, sondern obendrein den Brighton Pier, ein Vergnügungsareal direkt am Meer.

Wer mag, kann hier dem Gambling in seinen unterschiedlichsten Facetten frönen. Da für mich der Spaß schon beim Kreuzworträtsel und Mensch-Ärgere-Dich-Nicht aufhört, verzichte ich lieber. Eine Ausnahme würde ich nur in Las Vegas machen. Und überhaupt: Großartige Ausnahmen hatte ich in Brighton eh mehr als genug.

I like! Kiesstrand ist zwar nicht so mein Ding, passt hier aber.

I like! Kiesstrand ist zwar nicht so mein Ding, passt hier aber.

"London by the Sea"

„London by the Sea“

Der Brighton Pier

Der Brighton Pier

Das Stahlgerüst war der zweite Brighton Pier. Nach einem Feuer sollte er wieder aufgebaut werden – hat offensichtlich noch nicht funktioniert.

Das Stahlgerüst war der zweite Brighton Pier. Nach einem Feuer sollte er wieder aufgebaut werden – hat offensichtlich noch nicht funktioniert.

Zuckersüße Häuschen an der Strandpromenade. Und, na klar, bunt!

Zuckersüße Häuschen an der Strandpromenade. Und, na klar, bunt!

Bummel an der Strandpromenade – hier war ich auch laufen, großartig!

Bummel an der Strandpromenade – hier war ich morgens auch laufen, großartig!

Disclaimer: Ich war bei der Global Blogger Tour von VisitBritain dabei – many thanks for the amazing trip, #GREATbritain! Meine Meinung und Euphorie sind wie immer nicht gekauft.





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4 Kommentare

  1. schrieb am 28. April 2014 um 11:28

    Brighton ist wirklich bezaubernd. Und ja, besuch‘ den Royal Pavilion, wirklich sehenswert.

    • schrieb am 28. April 2014 um 22:45

      Steht gaaanz fest auf meiner To-Do-Liste! Und ich finde es eigentlich gar nicht so schlecht, dass ich den Pavilion ausgelassen habe, denn somit MUSS ich dringend wieder nach Brighton 😉 LG Martina

  2. schrieb am 6. April 2017 um 14:50

    Danke für die Tipps. Ich fahre in Kürze nach Brighton. Hoffentlich ist das Biene Maja Kleid noch da.

    • schrieb am 6. April 2017 um 16:35

      Hmm, das bezweifle ich – das Kleid ist heiß begehrt :-)) Ganz viel Spaß wünsche ich dir!! Brighton ist echt genial!! Liebe Grüße, Martina

Ein Trackback

  1. […] hätte ich zu gerne gesehen – eine vom ersten Shoppinganblick überforderte Martina in Brighton. Ihre Begeisterung für Brighton kann ich auf alle Fälle nachvollziehen – war ich doch als […]

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