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Malta – zwischen Biken und Bananen-Sahne

erstellt am: 07.11.2017 | von: Martina | Kategorie(n): Active, Travel

Trotz der fast sommerlichen Temperaturen ziehe ich mir noch schnell eine Jacke über. Es ist verdammt windig hier draußen an den Dingli-Klippen, dem höchsten Punkt Maltas. Völlig wurscht. Der Ausblick auf das Meer hat mich schon in den ersten Sekunden gepackt – es ist eine Mischung aus Rosamunde Pilcher-Kulisse und Urlaubskatalog. Da ich eine Gegend immer am liebsten aktiv erkunde, steige ich mit großer Vorfreude auf mein Bike. Rund 20 Kilometer inklusive 250 Höhenmeter liegen vor mir.

Auf der Fahrt zum Startpunkt

Stärkung gefällig?!

Die Landschaft im Nordwesten der Insel gilt als typisch maltesisch. Wunderschön – und ein krasser Gegensatz zu meinem gestrigen Bummel durch Valletta. Die Hauptstadt von Malta und Kulturhauptstadt 2018 hat mich fasziniert, aber auf eine andere Art wie es Metropolen wie Barcelona, London oder Mailand tun. Gefallen hat mir vor allem dieser kunterbunte Mix, dieses „von allem ein bisschen was“. Man spaziert durch eine Straße und fühlt sich wie in Spanien, nur ein paar Meter erinnert das Terrain eher an Frankreich. Und an der nächsten Ecke macht sich Italien-Feeling breit, bevor man wenig später vor dem typisch britischen Shop steht.

Valletta

Heute geht es für mich jedoch nur um das Eine: Biken. Mittlerweile fahren wir in Reih und Glied an den Klippen entlang. Mein Helm stört mich ein bisschen, aber „oben ohne“ wurde mir nicht erlaubt. Ist ja gut so, ich weiß. Immer wieder drehe ich meinen Kopf nach links, kann gar nicht genug vom Mittelmeer und dieser faszinierenden Weite sehen. Und dann diese Farben. Das satte Meeresblau passt einfach perfekt zu den schroffen Felsen und grünen Hängen. Von der tollen Landschaft darf ich mich allerdings nicht allzu sehr ablenken lassen, da ich mich auf die Wege konzentrieren muss. Steinig, geröllig, immer wieder ein Schlagloch. Auf den asphaltierten Straßen ist wiederum der Linksverkehr eine Herausforderung, echt ungewohnt. Ich habe ständig das Gefühl, falsch zu fahren. Und gleichzeitig fühle ich mich hier so was von richtig. Malta echt kann was!

Biken mit dem besten Blick

Für’s Foto ein Mini-Run 😉

Es geht bergauf, bergab. Herrlich! Genauso mag ich es. Nach einem kurzen Trink- und Foto-Stopp in der Nähe von Rabat und dem Speed-Bestaunen der Kapelle von Mtahleb, ist eine Kaffeepause eingeplant. Weil es so dermaßen windig ist, beschließen unsere beiden Guides, dass wir lieber weiterfahren. An der Ersatz-Haltestelle stürmt es zwar nicht viel weniger, der Kaffee schmeckt dennoch. Vor dieser Kulisse würde ich wahrscheinlich auch trockenen Wein oder Zwiebeltee genießen. Bevor wir unsere Tour fortsetzen, verarzte ich schnell mein Knie. Blöderweise wurde mir vorhin doch tatsächlich so ein fieses Schlagloch zum Verhängnis. Zum Glück bin ich nicht wehleidig und weiterhin fahrtüchtig und hocke schon wieder im Sattel.

Malta ist ein Inselstaat – bewohnt sind mit Malta, Gozo und Comino nur drei Inseln.

Ein Blick auf meine Uhr verrät, dass die 20 Kilometer bald absolviert sind. Schade. Denn das bedeutet ja, dass sich unsere Tour dem Ende neigt. Bevor wir die abgestrampelten Kalorien wieder auffüllen, steht noch ein Abstecher an die Fomm-Ir Rih Bay auf dem Programm. Hammer! Diese Aussicht fällt tatsächlich unter die Kategorie „das Beste kommt zum Schluss“. Nicht nur diese gewaltigen Felsen und das wilde Meer begeistern mich – es sind vor allem diese Farben, diese Mischung aus Blau und Türkis, die mir unzählige Male ein „Boah, Wow, Megaaa“ entlocken.

Fomm-Ir Rih Bay…

…Hammer, oder?!

Hunger! Ich wäre zwar gern noch ewig lange weitergeradelt, bin nun aber auch froh, am gedeckten Tisch im Il Barri Restaurant in Mgarr Platz zu nehmen. Als Starter gibt‘s einen kleinen Drink vorne draußen, vis-à-vis der Pfarrkirche Sta. Maria, ein absoluter optischer Leckerbissen. Trotzdem knurrt mein Magen und somit greife ich bei den köstlichen Vorspeisen ordentlich zu.

Da ich als Vegetarier auf das traditionelle maltesische Gericht Fenkati, „Kaninchen“, dankend verzichte, mampfe ich stattdessen einen Salat mit dem typischen Riesenkäsestück, das ich bereits vom gestrigen Abendessen kenne. Es ist ein Ġbejna, der aus Schafmilch , Lab und etwas Salz hergestellt wird. Anders als der „normale“ Schafskäse ist die maltesische Variante hart und in runder Form gefertigt. Und lässt zum Glück etwas Platz in meinem Magen für das beste Dessert ever ever ever. Ein Kuchen mit einer Art Bananen-Sahne. DER OBERKNALLER! Dafür würde ich gern zusätzliche 40.000 Kalorien auf dem Fahrrad abarbeiten. Inmitten dieser schönen Küstenlandschaft sowieso. Das mache ich dann beim nächsten Fall. Denn allein wegen des Bikens und der Bananen-Sahne: Malta, ich komme wieder!

Bis zum nächsten Mal, Malta! Das Foto ist vor meiner Unterkunft, dem Hotel Dolmen Resort, entstanden.

Disclaimer: Ich wurde von Thomas Cook auf diese coole Pressereise nach Malta eingeladen. Vielen Dank für das Erlebnis! Meine Begeisterung ist natürlich nicht unbezahlbar.





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